Kann man als Selbstständige eine ausgeglichene…

Kann man als Selbstständige eine ausgeglichene…

Brita Vogel > Allgemein > Kann man als Selbstständige eine ausgeglichene…

 

… Work-Life-Balance erzielen?

Wenn man sich selbstständig macht, steckt immer eine sehr persönliche Motivation dahinter. Vielleicht ist man einfach der geborene Unternehmertyp und möchte seine eigenen Ideen und nicht die seines Chefs verwirklichen. Vielleicht wird man aber auch von einem Freund angesprochen mit einer Idee, die so begeistert, dass man mitmachen möchte und schon ist man Unternehmer. Bei mir war es der Wunsch meine persönliche Work-Life-Balance wieder in Einklang zu bringen.

 

Part 1: Exkurs ins deutsche Angestelltenleben

Die folgenden Beschreibungen sind meine ganz persönlichen Erfahrungen und werden sicherlich nicht für alle Frauen gelten. Nicht nur PuTTY SSH execute command , dass es unterschiedliche Unternehmen gibt, die mit den Anforderungen an Vereinbarkeiten von Familie und Beruf, anders umgehen. Auch die ganz eigenen Ansprüche und Prioritäten sind verschieden. Dennoch habe ich festgestellt, dass es ganz vielen Frauen so geht wie mir. Ich bin durchaus kein Einzelfall.

 

Aus meinem Nähkästchen geplaudert

Wenn man in Deutschland als hochqualifizierte Frau Kinder hat, die man nicht ununterbrochen fremdbetreuen lassen will, dann muss man sich entscheiden zwischen Job und Familie. Es ist leider ein Märchen, dass man Familie und Beruf in Einklang bringen kann. Leider steht das bei den allermeisten Firmen nur auf dem Papier und wird nicht in der Unternehmenskultur gelebt.

 

Argument 1:

Das fängt schon mal mit der Verfügbarkeit von guten, herausfordernden Teilzeit-Jobs an. Es ist leichter eine Stecknadel im Heuhaufen zu finden, als einen guten Teilzeit-Job im Marketing. Die Bewerbungsflut, wenn doch mal einer ausgeschrieben wurde, mag ich mir gar nicht vorstellen.

Argument 2:

Meistens gibt es Gleitzeit, aber die zu leistenden Stunden sind oft hoch angesetzt. In meinem Fall wurden immer mindestens 30 Stunden pro Woche gefordert. Das sind 6 Stunden pro Tag. Plus Arbeitsweg von mindestens einer Stunde war ich also 7 Stunden aus dem Haus – ohne Staus. Meine Kinder gehen um 8 Uhr in die Schule. Vor 15 Uhr war ich also nie zu Hause. Das geht während Kindergarten und Grundschule nur mit Fremdbetreuung.

Argument 3:

Auch im Jahr 2019 scheinen noch viele Arbeitgeber ihren Mitarbeitern nicht zu vertrauen. Home Office wird immer noch als Urlaubstag verstanden. Aber sind wir doch einmal ehrlich, wenn man einen interessanten Job hat, gibt es doch gar keine Veranlassung, im Home Office nicht arbeiten. Projekte müssen bearbeitet werden. Es gibt Deadlines. Und mit den modernen Arbeitsmitteln wie Laptops, remote-Zugängen, Email-, Chat- und Videokonferenz-Programmen PuTTY , sowie Firmenhandys kann man sehr gut seine Arbeit von zu Hause aus erledigen. Dafür müssten diese natürlich auch vom Arbeitgeber zur Verfügung gestellt werden. Daran scheitert es meistens bereits.

 

Die vertanen Chancen der Unternehmer im digitalen Zeitalter

Liebe Arbeitgeber 615-544-6743 , traut euch! Eure Mitarbeiter werden es euch danken.

Es gibt wohl kein Unternehmen mehr, das nicht verstanden hat, das qualifizierte Mitarbeiter der größte Engpass sind. Warum ist es dann so schwer, auf die Bedürfnisse dieser einzugehen? Warum werden die vielen Eltern, die meistens im Zenit ihrer Karriere und Leistungsbereitschaft stehen, so wenig beachtet? Meistens sind das allerdings immer noch die Frauen, ob verheiratet oder alleinerziehend. Wir wollen unsere Kinder nicht nur am Abend ins Bett bringen. Wir wollen ihnen zur Seite stehen, ihnen bei ihren Schulaufgaben helfen, sie zum Sport oder anderen Freizeitaktivitäten begleiten. Kurz: wir wollen arbeiten und ein Familienleben haben.

Nehmt diese Wünsche ernst, stattet eure Mitarbeiter mit den nötigen Arbeitsmitteln aus, schafft adäquate Rahmenbedingungen und ihr werdet zufriedene, hochmotivierte und vor allem loyale Mitarbeiter beschäftigen. Das ist eine Win-Win-Situation.

 

Ausblick auf Part 2

So lange deutsche Unternehmer das aber nicht verstanden haben, suchen sich potentielle Mitarbeiter andere Wege, um Beruf und Familie unter einen Hut bringen zu können.

Einer davon, wie auch in meinem Fall, ist die Selbstständigkeit.

Aufgrund meiner Erfahrungen als arbeitswillige Mutter und dem unbändigen Drang, wieder in meinem Beruf erfolgreich sein zu wollen, habe ich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt und bis dato nicht bereut. Aber für die vielen Unternehmen da draußen, bin ich damit verloren…

Dazu mehr im Part 2.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.